Der Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise (NHV) nach Theophrastus Bombastus wählt seit 2003 jährlich eine Heilpflanze. Für 2021 Jahr fiel die Wahl auf den bereits seit dem 12. Jahrhundert genutzten Meerrettich. Seine Inhaltsstoffe, vor allem die Senföle, bekämpfen Viren und Bakterien und wirken entzündungshemmend, weshalb Meerrettich auch „Penicillin aus dem Garten“ genannt wird.
Bis zu 1,5 Meter hoch kann die Pflanze werden, die in Deutschland vor allem im Spreewald, in Baden und Franken angebaut wird. Woher der Meerrettich seinen Namen hat, ist nicht bekannt.
Neben den wertvollen Senfölen enthalten die Wurzeln auch viele Vitamine. Wegen seines hohen Vitamin-C-Gehalts und der langen Haltbarkeit nutzten Seefahrer den Meerrettich einst, um Skorbut vorzubeugen. In der Naturheilkunde findet die Wurzel auch bei Atemwegserkrankungen und Blasenentzündungen Anwendung. Aber natürlich ist Meerrettich mit seiner würzigen Schärfe für viele Menschen auch bei herzhaften Speisen nicht wegzudenken.

