Kreisverband Potsdam der Garten- und Siedlerfreunde e.V.
Verfasst am 28.03.2026 um 09:00 Uhr

Klare Beschlüsse in angespannter Lage: Mitgliederversammlung sichert Finanzkurs

Die Sitzung wurde am 25. März um 18:10 Uhr eröffnet. Von 112 stimmberechtigten Vereinen waren 105 vertreten, womit die Beschlussfähigkeit gegeben war. Ein Antrag zur Geschäftsordnung mit Abstimmungen per Handzeichen, dem Verzicht auf geheime Abstimmungen und einer Redezeitbegrenzung auf drei Minuten wurde ebenso wie die Tagesordnung mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Im Mittelpunkt stand die angespannte finanzielle Lage des Vereins. Im Finanzbericht wurde deutlich, dass ohne zusätzliche Einnahmen ein erhebliches Defizit droht, obwohl die regulären Beiträge weitgehend eingegangen sind. Vorgestellt wurden Umlagemodelle, insbesondere in Höhe von 75 Euro beziehungsweise 100 Euro pro Parzelle.

In der Diskussion forderten einige Teilnehmer schnelle Entscheidungen zur Sicherung der Handlungsfähigkeit, während andere vor rechtlichen Risiken warnten und mehr Transparenz sowie eine klare Zweckbindung der Mittel verlangten. Diskutiert wurde auch, ob Umlagen ausschließlich für Rechtsverbindlichkeiten eingesetzt werden sollen und wie mögliche Überschüsse oder Mehrbedarfe künftig ausgeglichen werden.


Schließlich beschloss die Versammlung eine Umlage von 75 Euro pro Parzelle mit Fälligkeit zum 31. Mai 2026, zweckgebunden für Rechtsverbindlichkeiten. Nicht verwendete Mittel sollen im Folgejahr beitragsmindernd wirken, zusätzlicher Bedarf über Beiträge ausgeglichen werden. Der Beschluss wurde mit nur sechs Gegenstimmen angenommen, ein Antrag auf Reduzierung auf 55 Euro scheiterte deutlich.


Zudem wurde eine weitere Umlage von 25 Euro pro Parzelle beschlossen, ebenfalls mit Fälligkeit zum 31. Mai 2026 und mit der Regelung, nicht benötigte Mittel im Folgejahr zu verrechnen. Auch dieser Beschluss fand eine klare Mehrheit bei 17 Gegenstimmen.

Einigkeit herrschte beim Mitgliedsbeitrag für 2027. Dieser bleibt bei insgesamt 98,30 Euro pro Parzelle, bestehend aus 90 Euro für den Kreisverband und 8,30 Euro für den Landesverband. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Überschüsse aus den Umlagen sollen auf den Beitrag des Jahres 2028 angerechnet werden.

In der weiteren Beratung wurde die finanzielle Situation anhand eines Liquiditätsplans, der Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben sowie aktueller Kontostände erläutert. Deutlich wurde, dass Einnahmen vor allem zu Jahresbeginn eingehen, während laufende Kosten kontinuierlich Mittel binden und die Lage angespannt bleibt. Diskutiert wurden Einsparpotenziale, eine engere Abstimmung innerhalb der Gremien sowie in begrenztem Umfang kurzfristige Finanzierungsinstrumente.

Abschließend wurde der Finanzplan 2026 mit deutlicher Mehrheit bei nur einer Gegenstimme angenommen. Trotz teils kontroverser Debatten konnten damit alle wesentlichen Beschlüsse gefasst werden. Im Zentrum standen die Sicherung der finanziellen Handlungsfähigkeit, die rechtssichere Ausgestaltung der Umlagen und der Wunsch nach mehr Transparenz gegenüber den Mitgliedern.

Nach fast fünfstündiger Dauer konnte die Mitgliederversammlung geschlossen werden. Das Fazit: An diesem Abend haben wir wichtige finanzielle Weichen gestellt. Wir bleiben handlungsfähig.