Bereits in der Vergangenheit haben wir das tolle Projekt „Kleingärten für Biologische Vielfalt“ vorgestellt. Das bundesweite Verbundprojekt des Bundesverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands und dem Deutschen Schreberjugend Bundesverband hat zum Ziel, die Biodiversität in Kleingartenanlagen durch praktische Tipps und Informationen zu stärken und die ökologische Bedeutung von Kleingärten in den Fokus zu rücken.
Auf der Webseite des 2023 gestarteten Projekts wurden mittlerweile viele hilfreiche und interessante Fakten, Schulungen und Anleitungen bereitgestellt. Ein Besuch lohnt sich dabei sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Kleingärtner.
Für Gartenneulinge werden auf der Webseite etwa Schritt für Schritt die wichtigsten Infos für einen gelungenen Start im ersten eigenen Garten aufgezeigt. So wird den Anfängern etwa geraten, im ersten Jahr vor allem zu beobachten, Fotos vom Wachstum zu machen, in Ruhe einen Gartenplan zu erstellen und vielleicht auch die Vorpächter nach Besonderheiten und Empfehlungen zu fragen. Die Gemüsearten, die empfohlen werden, sollen dabei auch Neulingen gut gelingen, wie Buschbohnen, Spinat, Zucchini, Pflücksalat, Radieschen oder Mangold.
Darüber hinaus gibt es Anleitungen für einfach zu bauende und zu bastelnde Kleinstbiotope, die verschiedensten Tierarten als wichtiger Rückzugsort dienen. Etwa ein Ohrenkneiferhotel aus Tontöpfen oder ein Käferkeller, für den man nur Äste, Zweige und Laub benötigt. Und auf der Webseite sind zudem 11 schnelle Schritte für mehr biologische Vielfalt im Garten zusammengestellt worden. Denn bereits kleine Maßnahmen können die Vielfalt im Garten fördern. So wird erklärt, wie man den Boden als wichtiger Lebensraum für Bakterien, Pilze und Kleinstlebewesen sowie als Grundlage für das Wachstum im Garten richtig schützt. Oder wie eine wilde Ecke im Garten, die nicht regelmäßig gemäht, bearbeitet oder aufgeräumt wird, Pflanzen und Tiere anlockt.
Fortgeschrittene Kleingärtner können auf der Webseite tiefergehende Themen entdecken. So gab Corinna Hölzel, Referentin Pestizidpolitik beim BUND e.V., bei einer Veranstaltung einen Überblick zu den Gefahren von Pestiziden im Kleingarten und Tipps zu Alternativen. Auch Tipps, was die Kleingärtner gegen invasive Arten tun können oder welche Pflanzen aktiv zur Biodiversität beitragen, finden sich für die fortgeschrittenen Laubenpieper.
Die Webseite wird regelmäßig aktualisiert und mit neuen Themen gefüttert. Darüber hinaus können Sie sich dort auch über künftige Veranstaltungen informieren, etwa Online-Seminare, die zu dem Thema biologische Vielfalt im Kleingarten angeboten werden. Ein Besuch lohnt sich also!
