Kreisverband Potsdam der Garten- und Siedlerfreunde e.V.
Verfasst am 04.08.2021 um 11:00 Uhr

Schmetterling des Jahres: Der Braune Bär

So mancher wird bei „Brauner Bär“ eher an ein leckeres Eis aus Kindertagen denken. Tatsächlich gibt es aber einen Schmetterling, der genauso heißt. Er gehört zu den größten Nachtfaltern in Deutschland, ist nachtaktiv und hat dunkelbraune Flügel mit einem grobmaschigen hellen Muster. Bei Gefahr etwa durch Fressfeinde zeigt er blitzschnell seine leuchtend roten, mit schwarzen Punkten versehenen Hinterflügel.

Damit warnt er seine Feinde zugleich, denn die Körperflüssigkeit des Braunen Bärs enthält giftige Stoffe, die ihn ungenießbar machen. Seinen Namen verdankt der Braune Bär der dichten Behaarung seiner Raupen. Diese schlüpfen im Sommer und ernähren sich von Pflanzen wie Löwenzahn, Brennnesseln und Sauerampfer. Die Raupen überwintern am Boden und verpuppen sich ab Juni.


Mit der Wahl möchten der BUND und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. auf die negativen Folgen der künstlichen Beleuchtung hinweisen. Denn der Braune Bär gehört zu den Tieren, die unter der Lichtverschmutzung leiden. Aber auch die Intensivierung der Landwirtschaft, der Wegfall von Hecken und Feldgehölzen in der Landschaft und der Flächenverbrauch sind Ursachen für den Rückgang der Art. Inzwischen steht der Falter auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten.


Foto: Tim Laußmann / BUND