Kreisverband Potsdam der Garten- und Siedlerfreunde e.V.
Tipps für den Garten
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Verfasst am 03.06.2021 um 12:48 Uhr

Drittelregelung im Detail

Für die kreative Gestaltung eines Gartens findet sich innerhalb gewisser Grenzen und Regeln genügend Spielraum.

Hier einige Aspekte, die bei der Bewirtschaftung und Gestaltung eines Kleingartens nach der derzeit gültigen Rahmengartenordnung des Kreisverbandes Potsdam und dem Bundeskleingartengesetz Beachtung finden sollte.


  • Musterbeispiel ist ein 300 m² großer Garten. In diesem muss auf mindestens ein Drittel der vertraglich gebundenen Fläche – sprich 100 m² - Obst und Gemüse in all seiner Vielfalt kultiviert werden. Monokulturen sind unzulässig!
  • Auf den verbleibenden 200 m² kann neu ein Gebäude einschließlich überdachten Freisitzes von bis zu 24 m² (gilt nicht für vor 1990 aufgestellte Lauben) errichtet werden. Es sind Kinderspielhäuser bis zu 2 und Gewächshäuser bis zu 10 Quadratmeter erlaubt, transportable Schwimmbecken bis zu 12 Quadratmeter sind in der Zeit vom Mai bis September erlaubt. Sichtschutzelemente müssen beim Verpächter genehmigt werden.
  • Maximal können 10 Prozent, das entspricht bei verbleibenden 175 m² noch 18 m², an Fläche im Garten durch befestigte Gehwege oder eine Terrasse versiegelt werden.
  • Die verbleibenden 157 m² können nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Rasenwuchs und Ziersträucher dürfen dabei nicht überwiegen. Im genannten Beispielgarten sollten nicht mehr als 78 m² Rasenfläche gestaltet werden und das möglichst nicht zusammenhängend, um nicht den Anschein eines Erholungsgartens zu erwecken.
  • Insofern die Art des Gehölzes zulässig ist (siehe Rahmengartenordnung) darf die Höhe einzelner Sträucher 2,50 m, die Heckenhöhe zwischen den Kleingärten 0,5 - 07 m, zu den Wegen innerhalb der Kleingartenanlage 1,0 - 1,3 m und zur Außengrenze der Kleingartenanlage 1,8 - 2,2 m nicht übersteigen.


Da Kleingartenanlagen Teil der öffentlichen Grünanlagen sind, im Sommerhalbjahr tagsüber Besuchern zugänglich gemacht sein sollten, vermittelt die Durchschaubarkeit der Gärten den parkähnlichen Charakter und dient so der Erholung auch der Bürgerinnen und Bürger, die das Privileg genießen, Nutzer einer Kleingartenparzelle zu sein.